RIJEKA

An den Rändern etwas wild, ist Rijeka ansonsten eine sehr moderne Stadt, die bald Kulturhauptstadt Europas sein wird. Kommen Sie also noch bevor die vielen Besucher anreisen werden und erleben Sie den ursprünglichen Charme.

44
Quadratkilometer
26
km Küstenlänge
>130 000
Einwohner

Korzo

Die Hauptstraße Korzo läuft parallel zur Riva. Hinter den modernen Geschäften und Cafés finden sich einige barocke Fassaden. Der Busbahnhof liegt einen kurzen Spaziergang entfernt in westlicher Richtung in der Nähe der zweistöckigen Kapuzinerkirche. Der Bahnhof befindet sich noch etwas weiter westlich. Im Osten endet der Korzo an der Bushaltestelle Richtung Opatija und dem sog. Dead Cannal, umgeben von einer schönen Fußgängerzone. Wenn Sie wissen möchten, wie fit Sie wirklich sind, dann rennen Sie einfach die 538 Stufen von Stube Petra Kružića hoch auf die Burg Trsat. Wenn Sie es lieber bergab haben, nehmen Sie den Bus nach oben und laufen von dort nach unten.

Eine Stadt voller Geschichte

Von den Urlaubern häufig übersehen, wartet Rijeka mit einer faszinierenden Geschichte, einladenden Bars und Restaurants und einem pulsierenden Nachtleben auf. Da der Ort einer der wenigen an der Küste Kroatiens ist, in dem sich keine Unterkünfte für Touristen befinden, heißt es hier: Ausgehen und nach Herzenslust mit den Einheimischen Essen und Trinken. Leider wird sich das in Zukunft ändern, da der Ort im Jahr 2020 ein Jahr lang Kulturhauptstadt Europas und danach wohl nicht mehr der gleiche sein wird. Von den Römern gegründet und den Habsburgern im 15. Jhdt. großzügig aufpoliert, kam Rijeka im 18. Jhdt. unter ungarische Herrschaft. Das landumschlossene Volk der Magyaren nutzte den Ort nicht nur als ihren wichtigsten Hafen, sondern fühlte sich auch in den barocken Häusern und mit den dort ansässigen Handelszweigen heimisch. In modernen Zeiten wurde in Rijeka der erste Torpedo gebaut von Giovanni Biagio Luppis von Rammer (kurz Ivan Vukić), einem in Kroatien geborenen Offizier der Marine Österreich-Ungarns.

Die Burg Trsat

Die Burg Trsat ist schon allein wegen ihrer fantastischen Aussicht einen Besuch wert. Vom Terrassencafé Gradina aus kann man die Aussicht wunderbar genießen. Das Café ist dem dem Marinekommandanten Laval Nugent gewidmet, der gegen Napoleon kämpfte und das Fort der Familie Frankopan abkaufte.

Die Kirche von St. Vitus

Nur 5 Minuten zu Fuß vom Gran Hotel Bonavia stoßen Sie auf eine im Jahr 1638 erbaute, barocke Kathedrale der Venezianischen Santa Maria della Salute. Erbaut wurde sie auf einer noch älteren, kleineren Kirche, die für ein hölzernes Kreuz berühmt wurde, dass zu bluten begann, als ein gewisser Petar Lončarić, wütend über seine Spielschulden, einen Stein darauf warf.

"Peek and Poke" Museum

Dem Retro-Computing gewidmet, richtet sich dieses Museum an Kinder wie Erwachsene. Ausgestellt sind immer noch funktionierende ZX Spectrums, C64-Computer und die ersten existierenden Gaming-Konsolen, außerdem jede Menge Spaß und Spiel. Die Ausstellungsstücke anzufassen, ist ausdrücklich erlaubt!

Essen

In Rijeka treffen Sie auf Arbeitergaststätten, sogenannte Konobas mit einfachem, "ehrlichem" Essen. Die Gastronomie-Branche ist hier erst langsam am Entstehen. Ausgefallenere Küche findet man ein Stück die Küste hinunter in Opatija oder Volosko. Allerdings gibt es einige, sich lohnende Ausnahmen in der Nähe des Korzo oder am Aussichtspunkt Trsat. Je nach Ihrem Geschmack sprechen Sie am besten mit dem Personal an der Bonavia Rezeption, das Ihnen neue Restaurants und attraktive Orte empfehlen kann.

Museum für moderne und zeitgenössische Kunst

Jüngst öffnete das Museum in einem renovierten Tabak-Lager unter der Aufsicht von Slaven Tolj, einer der bekanntesten kroatischen, modernen Künstler. Das Museum stellt Arbeiten der besten Künstler Kroatiens sowie regionale Projekte aus. Die Entstehung des Museums hat eine kuriose Geschichte. Da es an Mitteln fehlte, mussten die Architekten sich an die Architektur-Biennale von Venedig wenden. Nur so konnte das baufällige Lagerhaus Stück für Stück wieder hergerichtet werden.

Nachtleben

Von den einheimischen als City of Rock bezeichnet, kann Rijeka mit einer lebendigen Punk-, Rock- und Elektro-Szene aufwarten. Das liegt an zahlreichen, in den 80er Jahren erfolgreichen Bands aus Rijeka (viele von ihnen leben und spielen noch), aber auch an der besonderen "Rijeka-Mentalität". Einige erwähnenswerte Clubs - zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Textes - sind: Život (Life), Crkva (Kirche) u.a. Palach war der erste und ist unter den älteren Rockern immer noch sehr beliebt.









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